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Still Got the Blues-Remastered

Still Got the Blues-Remastered
Gary Moore

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Produktbeschreibung

STILL GOT THE BLUES-REMASTERED

Titelliste

  1. Moving on
  2. Oh pretty woman
  3. Walking by myself
  4. Still got the blues
  5. Texas strut
  6. Too tired
  7. King of the blues
  8. As the years go passing by
  9. Midnight blues
  10. That kind of woman
  11. All your love
  12. Stop messin' around
  13. The stumble
  14. Left me with the blues
  15. Further on up the road
  16. Mean cruel woman
  17. The sky is crying

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  • Amazon-Verkaufsrang: #47522 in Musik
  • Erscheinungsdatum: 2003-05-08
  • Anzahl Disks: 1
  • Format: Original Recording Remastered
  • Abmessungen: .23 Pfund

Kundenrezensionen

Neue, alte Liebe4
Dass die moderne Rockmusik ihren Urprung im Blues hat, ist natürlich auch einem Ausnahmegitarristen wie Gary Moore stets bewusst, und daher besann er sich Ende der Achtziger auf diese Wurzeln und vollzog zum x-ten mal in seiner Karriere einen stilistischen Wechsel - diesmal vom Hardrock hin zum Blues. Zum Einstand in dieses Genre schart er fast zwanzig Musiker um sich. Dabei sind neben den Blues-Größen Albert Kind und Albert Collins auch der Ex-Beatle George Harrison sowie die üblichen Verdächtigen und ehemaligen "Rainbow"-Musiker Don Airey (mittlerweile Nachfolger von Jon Lord bei "Deep Purple") an den Tasten, der schon bei Gary Moores Debüt-Soloalbum mitwirkte, und Bassist Bob Daisley.

Mit "Still got the blues" und der gleichnamigen Hit-Single war der Ire derart erfolgreich, dass etliche weitere Bluesalben folgen sollten. Während der musikalische Ziehsohn von Ex-"Fleetwood Mac"-Gitarrist Peter Green im Laufe der Jahre seinen Stil in dieser Richtung verfeinern sollte, klingt dieses erste Blueswerk gitarrentechnisch noch deutlich rockiger als es auf seinen aktuelleren Produktionen der Fall ist.

Das zeigt auch gleich der Opener "Moving On", der schon fast mehr Rock'n Roll ist als traditioneller Blues. Und so geht das Teil auch ordentlich nach vorne.

Schon auf der zweiten Nummer stellt Gary Moore die Blues-Legende Albert King (im späteren Verlauf des Albums mit der Hymne "King of the blues" gewürdigt) neben sich auf. Damit hat sich Moore offenbar einen Traum erfüllt. Akustisch ist das eher minimalitsische Gitarrenspiel Kings im Vergleich zum eher brachialen Bluesrock-Stil Moores für manche sicher gewöhnungsbedürftig, aber genau das macht der Reiz dieser Gitarrenduetts auf diesem Album aus. So wirkt das Ganze wie ein Dialog zwischen dem altvorderen, gelassenen Großvater und seinem wildem und ungestümen Enkel. Und wie ich Herrn Moore kenne, war das auch ganz sicher so beabsichtigt. Gary Moore versucht nicht mal, den feinen Minimalismus von Albert King auch nur ansatzweise zu imitieren, sondern rockt sein Ding so wie man ihn bis dahin kannte.

Der folgenden Bluesrocker "Walking by myself" verschaffte dem Album den völligen Durchbruch, nachdem dieser Song täglich in der Fernsehwerbung einer Textilkette durch die deutschen Wohnzimmer klirrte. Auch hier beherrscht wieder das deutlich rockige Gitarrenspiel das eigentliche Blues-Thema. Nichts für Puristen, aber ein Kracher, der auf keiner Party fehlen darf.

Im Anschluss zeigt Herr Moore erstmals etwas mehr Hang zur Tradition und haut mit dem Titelsong einen der größten Hits seiner Karriere raus. Eine lupenrein gespielte Blues-Ballade, die wohl auch aufgrund ihrer Sterilität diese Massenkompatiblität erlangt hatte, die dann letztlich zu den ernormen Verkauszahlen führte: "Still got the blues (for you)".

Lustig weiter geht's mit "Texas Strut", einem bluesigen Rocksong, der an frühe ZZ Top erinnert.

Der nächste Gastgitarrist erschallt dann auf dem Track "Too Tired": Albert Collins. Auch mit diesem liefert sich Gary Moore ein hörenswertes Gitarrenduell, wobei auch hier der deutlichere Blues vom Älteren angeboten wird, während Moore seinen Rock-Stil auslebt.

Nach der bereits erwähnten Ode an Gastmusiker Albert King folgen mit "As the years go passing by" und dem "Midnight Blues" zwei langsame Blues-Stücke, die stilistisch an den Titelsong erinnern, wobei ersteres mit Barpiano und Holzbläsern die Atmosphäre einer verrauchten Spelunke heraufbeschwört und somit deutlich hörenswerter ausfällt.

"That kind of woman" von George Harrison leitet dann das wieder flottere Ende der Produktion ein. Und der Beatle höchstpersönlich steuerte hierfür Gitarre und Gesang bei. Gerade der typische Slide-Sound von Harrison macht diese Nummer sehr hörenswert.

Mit "All your love" von Otis Rush und "Stop messin' around" von Gary Moores Idol Peter Green folgen Coverversionen zweier weiterer Blues-Klassiker, die Moore ebenfalls mit einem leichten Sommerrock bekleidet.

Alles in allem ist dies ein sehr hörenswertes Album und der Anfang einer neuen, alten Liebe Gary Moores zum Blues, der er auch in früheren Jahren schon gelegentlich fröhnte. Bestes Beispiel hierfür ist der Klassiker "Parisienne walkways" von 1978.

Auf der Remastered-Ausgabe der CD befinden sich satte fünf Bonus-Tracks. Die meisten davon B-Seiten der damaligen Singles wie das Instrumental "The Stumble" "Left me with the blues" und "Further on up the road" sowie zwei weitere Cover-Versionen, die während der Produktion entstanden sind und nun ihre Verwertung finden.

Ein Muss für jeden Blues-Fan!5
Vor mehr als 10 Jahren kaufte ich mir genau diese CD eigentlich nur wegen des Klassikers "Still got the blues" und war überwältigt von den restlichen Songs. Ich lege bei handgemachter Musik immer sehr viel Wert auf Qualität und muss sagen, dass dieses Album ein Meisterstück des Blues ist. Es enthält wunderbare Balladen, fetzige und rockige Songs und nicht zuletzt genieße ich auch heute noch die unvergleichliche Stimme Gary Moores. Er sagte in einem Interview, er würde seine Gitarre wie eine Frau behandeln - und das tur er: Pure Erotik, Leidenschaft und Romantik. Ach, wäre man doch die Gitarre von Gary Moore...

Petra Görgen, Musikerin

Da hat er sich wohl etwas überhoben...2
... der gute Gary Moore. Eigentlich aus der Hardrock- bzw. (ganz früher) Jazz-Rock Szene (Colosseum II - großartige Musik!) kommend, probiert er sich am Blues. Das Ergebnis ist hübsch radiokompatibel, Songs wie "Walking by myself" oder "Moving on" gehen gut ins Ohr. Aber Blues ist das nicht. Vor allem die Gastauftritte von Albert King und Albert Collins sind für Gary Moore eher peinlich, zeigen die beiden ihm doch ganz klar seine Grenzen im Blues auf. Vor allem das Gitarren"duell" in "Too tired" zeigt mehr als deutlich, wer da mehr Blues-Feeling in den Fingern und in der Seele hat. Zum Nebenbeikonsumieren ganz nett, aber haben muß man die Platte nun wirklich nicht unbedingt. Eher enttäuschend, da sind Moores alte Rock-Alben besser!